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Suche nach Investoren

Es gibt sie doch: Die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer, die eine kleine Plattform - einen Marktplatz - aufgebaut haben, der auch funktioniert und auch "trafic" erzeugt.  Für die großen strategischen Investoren sind sie allerdings - noch - nicht genug aufgehübscht. Trotzdem - und erst recht! - sind diese jungen Unternehmerinnen und Unternehmer unterwegs auf ihrem Weg.

Wir suchen private Investoren, institutionelle Wagniskapital-Geber und Corporate Ventures, die Lust zeigen und bereit sind, in eine bestehende Geschäftsidee mit einem existierenden Markt und einer funktionierenden Plattform mit einzusteigen. Zielmärkte sind:

  • Umwelt-Technik und Umwelt-Technologie im Bereich Energieerzeugung und Energieverteilung
  • Software-as-a-Service: Lead-Management für Vertrieb/Werbung/Marketing,
  • Motorsport-Community, Einzelhandel im Non-Food-Bereich,
  • Freizeit-Gestaltung,

Kapitalbedarf: 200T€ bis 6 Mio. Euro in 2016

Ein Überblick

Alle reden davon, dass das Geld in genügendem Maße vorhanden wäre, nur die Investitionsgelegenheiten wären nicht da. "Unter den vielen App-Start-Ups in Berlin und München sind da nicht die "richtigen" Geschäftsideen aufzufinden", hört man immer noch. Apps für den Nahrungsmittel-Hauslieferservice und die Autofahrt-Anmietung gibt es ja wohl schon zu Hauf!

Gemeint ist dabei aber oftmals etwas anderes: die sich aus dem Engagement von Investoren voraussichtlich ergebenden Renditen in den Businessplänen sind aufgrund der heutzutage doch sehr realistischen Geschäftsplanungen nicht "so dolle"! Traut sich ein Gründer mal in Mrd.-Umsätzen zu Planen, wird er auch nicht ernst genommen.

"Damals waren die Renditen höher, damals war der Break-even früher ..." 

Klingt wie: "Früher war mehr Lametta ..."

In meinem Umfeld bzw. bei den von mir betreuten jungen Unternehmen sind viele dabei, die ihre Hausaufgaben schon gemacht haben. Sie sind schon mehrere Monate - und einige schon 1-2 Jahre - im Fitness-Programm am Markt. Einige sind schon ausgezehrt und auf dem Wege zur Magersucht weil das eigene Eigenkapital dem Ende zuläuft. Es fehlt hier der Mut von einigen etablierten Mittelständlern, sich der Wachstumsphase dieser jungen Unternehmen anzunehmen: Markthilfe, Vertriebshilfe und Kapitalhilfe wird gesucht.

"Ingenieur-Technik geht ja nun gar nicht". Wenn bei den jungen Business Angels etwas Interesse erkennbar wird, dann für Apps, fintech (!!!), eCommerce, mCommerce und xCommerce.

Es gibt so ausgezeichnete Technik und immer noch neue Technologien. Wo sind die Neu-Denker unter den Investoren?

Ein Blick nach oben

Eigentlich wollte ich die Interessensgemeinschaft der 5 MVV-Luftballon-Leichen noch vor Weihnachten gründen. Eigentlich!

Hintergrund: Seit mehr als 3 Jahren hängen in den Dekorationsdeckenlamellen  neben der Überwachungskamera des Gleises 2 der Münchner U-Bahn (MVV) am Marienplatz die vertrockneten Körper von 5 Luftballons. 

Soweit so schlecht. Wen interessiert es? Sie hängen direkt neben der Überwachungskamera!

Das muß doch jemand sehen! Entweder sehen das mehrere tausend brave Pendler, Schaffende, Denkende, Dösende, wie ich, am Morgen und finden da doch eine vertraute und gewünschte Kontinuität.  

Alles bleibt wie es ist. Berechenbar. Wiedererkennbar.

Menschen, die direkt unter den Luftballon-Leichen stehen und auf den Zug wartend, diese Ballons wieder sehen, denken vielleicht: Alles in Ordnung. Alles so, wie es sein muß. Sehen es die Reinigungsmitarbeitern, die dafür bezahlt werden? Oder die Sicherheitsleuten am Ende des Kabels der Überwachungskamera auf ihrem Monitor? Die U-Bahn-Fahrerinnen und –Fahrer? Die Touristen, die zum Oktoberfest – oder zwischendurch -  sich von Jahr zu Jahr wieder an den kaputten Luftballons erfreuen? Man fühlt sich heimisch und erfreut sich jeden Morgen und viele auch tagsüber an diesen Luftballon-Leichen. Sie sind noch da! Man ist wieder in München dahoam.

Oder kann das beunruhigen? Seit mehr als 3 Jahren passiert nichts. Diese Ballons waren in den Anfangsmonaten ihrer Verbundenheit mit der Lamellendecke noch gefüllt. Später schrumpften sie vor sich und uns Fahrgästen dahin. Vielleicht sind sie ja auch mit Lachgas oder Nervengas gefüllt? Oder waren Lockvögel, gefüllt mit Sprengstoff oder Viren oder waren Drogendepots? 

Und der Beobachter am Ende des Kamerakabels wartet auf den oder die Täter, die nachschauen wollen, warum die Ballons keine Wirkung erzielten? 

Oder ist der Beobachter am Ende des Kamerakabels in dem geheimen unterirdischen Überwachungsraum bereits vergessen worden? Verstorben und mumifiziert?

Ist die Überwachungskamera etwa eine Attrappe? Haben wir uns seit Jahren fälschlicher Weise zu sicher gefühlt? 

Sitzt da kein Lebendiger mehr am Ende des Kamerakabels vor einem Monitor? Ist die Person bei den letzten Umbaumaßnahmen aus Versehen eingemauert worden, als die großen modernen Mehrfach-Werbeplakat-Wechsel-Schaukasten und nun die Backwarenverkaufseinheit nebenan eingebaut wurden? War da vielleicht noch nie ein Monitor? 

Fragen über Fragen! Vielleicht sollte die Interessensgemeinschaft doch weniger den 5 gefesselten ehemaligen Luftballons gelten, als vielmehr dem unbekannten Monitor-Beobachter am Ende des Kabels? 

Wir sollten auch an dieses Schicksal zu Weihnachten denken!

Kolumne

Gründungsklima - Herbstgefühle

Die Finanzkrise nagt am politischen und wirtschaftlichen Gefüge in Deutschland. Auf der Meta-Ebene versucht die Politik den Gesamtmarkt - trotz des Fasses ohne Boden im Süden - zusammenzuhalten und im Inland die immer noch dramatischen Folgen der Finanz- und damit der Wirtschaftskrise zu bekämpfen. Putzmunter dazwischen ist die Gründerszene wieder dabei - wie im 2000er Jahr - eine muntere schillernde Blase aufzubauen. Es scheint aber diesmal zu funktionieren, denn die realisierten Software-Tools helfen den massenhaften jungen Gründungswilligen in Berlin, München und anderswo. Neue Inkubatoren werden aufgebaut, um den neuen eCommerce Hype zu generieren und zu ernähren - Telekom mit dem Hubraum und Telefonica/O2 mit Wayra sind da herausragend unterwegs. 

Frische Ideen für die Smartphones und Tablett-PCs - Apps, Apps, App - sind nach wie vor gesucht. Der Handel im Internet wird revolutioniert. 

Auf der anderen Seite stehen die Technologie-Ideen in der Gunst der Investoren sehr im Hintergrund, wenn nicht sogar im Schatten, versprechen sie vermeintlich nicht die Hype-Wachstumsraten, wie die WEB3.0-Ideen. 

Herausragende Produkte und Verfahren aus den Instituten, Labors und Mansarden warten auf die Markteintritt-Unterstützung, auf Investoren, die an  realen Technologien wieder Interesse zeigen.* 

Vielleicht können wir ja auch hierfür von großen Industrie-Unternehmen mitfinanzierte Inkubatoren für Gründer mit Ingenieurkunst und Produkt- und Verfahrensideen aufbauen, z. B. in München. (Wir wüßten, wie´s geht!)

Deshalb, liebe Investoren - Business Angel, Corporate Ventures und Venture Capital Fonds -, verliert bitte nicht den Blick auf die Real Economy! In deutscher Ingenieurskunst schlummern Wachstumspotenziale!

November 2012

Werner Arndt

*siehe hierzu auch Rubrik "Investorensuche"